Hügel hinauf, Hügel hinab

Am Montag haben wir uns, wie angekündigt, den Rock of Cashel angesehen. Dieses imposante Bauwerk thront auf einem Hügel über der Stadt und stammt in seinen Grundfesten aus dem frühen 12. Jahrhundert. Schon lange vor dieser Zeit war es politisches Machtsymbol, durch die Bauwerke danach wurde es aber vor allem zu einem religiösen. Auch die Stadt Cashel ist von dem Bauwerk geprägt und so nehmen wir uns einen Tag Zeit, um uns durch die Straßen und Gässchen treiben zu lassen.

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Am Dienstag machen wir uns dann Richtung Cahir auf. Dort finden wir noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten, die wir mit unserer Heritage-Card besichtigen können, und auch generell gefällt uns das Städtchen mit seinen freundlichen Einwohnern.
Das Schloss von Cahir und das sogenannte Swiss Cottage sind beide für die Adelsfamilie von Cahir gebaut worden und besonders das Cottage konnte mich verzaubern.

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Die Adligen ließen damals ein Haus bauen, in dessen Umgebung sie fischen und jagen konnten und sich vorspielten, ein armes Leben zu führen. Der Architekt hat diesen Wunsch berücksichtigt und ein Haus entworfen, das von seiner Formgebung und Materialauswahl mit der Natur im Einklang stand. Keine Mauer steht im rechten Winkel, kein Fenster gleicht dem anderen. Man kann sich richtig gut vorstellen, wie die reichen Herren hier ihre Nachmittage verbracht haben, um Abends wieder ins Schloss zurückzukehren, denn im Cottage selbst übernachtete man natürlich nicht.

Über hügelige und teilweise schmale Straßen fahren wir weiter nach Clogheen. Um vielleicht kurz die typische Umgebung in dieser Region zu beschreiben: Rechts und links der Straße wachsen meist hohe Büsche und Bäume, deren Stämme wiederum von anderen Pflanzen überwuchert sind. Oft bilden die Äste der Bäume einen Tunnel, durch den die Straße führt. Hinter den Bäumen sieht man das weite, grüne Weideland von unzähligen Kühen und Schafen bevölkert. Immer wieder entdecken wir im Vorbeifahren verwilderte Ruinen von Häusern oder alten Kapellen, manchmal sogar von einem kleinen Burgturm. Im Schloss von Cahir waren einige dieser historischen Bauwerke mit Bildern aufgeführt.

Unser nächster Übernachtungsplatz, Clogheen, fällt in dieser Umgebung allerdings ein wenig aus der Reihe. Der Ort ist umgeben von zwei Gebirgen, den Knockmealdown Mountains und Galty Mountains, deren höchste Bergkuppe auf über 900 Metern liegt. Wir waren etwas überrascht, dass es hier solche Berge gibt!

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Parsons Green mit Picknickplatz, Paddelfluss...
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...und ganz vielen Tieren!

Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz im Grünen (Parsons Green), der nicht nur Campern ein Zuhause gibt, sondern auch unzählige Tiere beherbergt. An das Campinggelände schließen mehrere Tiergehege an, unter anderem mit Ziegen, Schafen, Eseln, Pferden und Gänsen. Strom, WLAN (das wir allerdings nicht enträtseln konnten), Duschen und Platz gabs für 24€.

Die nette Frau von der Rezeption empfahl uns noch eine schöne Straße auf die andere Seite der Knockmealdown Mountains, die wir am nächsten Tag gleich ausprobierten. Sie hatte recht: Die Aussicht war wirklich unglaublich!

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Auch wenn die Berge nicht so aussehen wie bei uns. Man findet nur wenig Wald, dafür viel strohig-gelbliches Gras und ab und zu ein paar Schafe auf der Fahrbahn. Trotz unerwarteter Straßensperrungen erreichen wir bald wie geplant Youghal auf der anderen Bergseite. Dort schlagen wir unser Lager direkt am Wasser auf.

In Youghal und in der Bucht davor wurde der Film „Moby Dick“ gedreht. Diese Bucht erkunden wir am nächsten Morgen mit einem ausgedehnten Spaziergang. Das Wetter ist uns gnädig, der Sonnenschein wird (wie in den letzten Tagen auch schon) nur von vereinzelten Schauern unterbrochen. Wir sind mal gespannt, wie sich das noch die nächsten Tage entwickelt!

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Am Nachmittag sind wir schließlich weiter nach Midleton, zur alten Destillerie der Whiskey-Marke Jameson. Die ehemaligen Produktionsgebäude wurden zu Ausstellungsräumen umgebaut und sind geführt zugänglich. Zum Schluss gibt es noch eine Kostprobe des guten Tropfens. Zum Glück finden wir direkt neben dem Jameson-Grundstück einen Stellplatz und rühren uns somit heute nicht mehr von der Stelle 😉

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Morgen wollen wir weiter an der Küste endtlang nach Cobh, wo uns wieder viel Geschichte erwartet. Bis demnächst!

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5 Kommentare zu „Hügel hinauf, Hügel hinab“

  1. Hallo ihr beiden. Wirklich wunderschöne Bilder . Da bekommt man richtig Lust, auch so eine Reise zu unternehmen. Wir wünschen euch weiterhin eine schöne Zeit. Wir warten auf eure weiteren Berichte. Viele Grüße aus der Pfalz.

    1. Vielen Dank für die lieben Wünsche. Sind auch schon sehr gespannt, was die Insel noch für uns bereithält. Wünschen euch beiden natürlich auch eine schöne Zeit, vor allem wenn es bei euch wieder Richtung Süden geht. LG von der grünen Insel

      1. Vielen Dank. Heute ist bei uns sehr schönes Wetter. Wir genießen es. Weiterhin alles Gute euch beiden und einen schönen Sonntag. LG ❤🌻

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